Die Brühlsche Terrasse - Dresdens Balkon mit Elbblick

Die Brühlsche Terrasse ist ein gärtnerisches Kleinod der besonderen Art. Ihren Namen verdankt die Terrasse dem Grafen Heinrich von Brühl (1700 – 1763), damaliger Kabinettsminister Friedrich Augusts II. (1797 – 1854). Durch zahlreiche Umbauten vor allem am Ende des 19. Jahrhunderts und die Aufschüttung des Terrassenufers erlangte die Brühlsche Terrasse allmählich ihr heutiges Aussehen. Somit ist die Terrasse mit ihrem einmaligen Ensemble aus Gartenbau und Architektur eine der wichtigsten Flaniermeilen der Elbestadt und bester Platz für eine Kulturpause, denn ihre Bezeichnung als "Balkon Europas" aus dem frühen 19. Jahrhundert hat an Aktualität nicht eingebüßt. Umrahmt wird die Brühlsche Terrasse u. a. durch die Kunstakademie, das Ständehaus, die Sekundogenitur und das Albertinum. Unter der Terrasse verbergen sich gleichfalls Zeitzeugnisse, die neben den barocken Glanzlichtern oft übersehen werden.

Böttger-Gedenkstele

Bis zur Explosion des Pulvermagazins im Jahr 1747 befanden sich unter den Terrassen die Gewölbe, in denen Johann Friedrich Böttger (1682 – 1719) und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651 – 1708) zum Ende des Jahres 1707 das Verfahren für die Herstellung des europäischen Hartporzellans entwickelten. Böttgers "Schmelzküche" in der Jungfernbastion kann man durchaus als Wiege des europäischen Porzellans und erste europäische Porzellanmanufaktur betrachten.

Bärenzwinger

Mit seinem hoch von Mauern eingefassten Hof und einem alten Tonnengewölbe ist der Bärenzwinger der einzige erhalten gebliebene Kasematteneinstieg der Brühlschen Terrasse. Seit 1968 befindet sich hier der gleichnamige Studentenklub.

Festung Dresden

Direkt unter der Brühlschen Terrasse befinden sich erhaltene Teile einer ehemals imposanten Wehranlage - der Festung Dresden. Lassen Sie sich in einen wenig bekannten Abschnitt der Dresdner Stadtgeschichte entführen. Hinter den mächtigen Wallmauern verbirgt sich u. a. das 400 Jahre alte Ziegeltor, das letzte erhaltene Stadttor der ehemaligen sächsischen Residenz.

01067 Dresden
Tel.: 0351 49149601
Fax: 0351 49149625
festung.dresden(at)schloesserland-sachsen.de
www.schloesserland-sachsen.de

Geöffnet:
Apr. - Okt. täglich 10:00 – 18:00
Nov. - März. täglich 10:00 – 17:00

Neue Synagoge

Östlich des Brühlschen Gartens entstand 2000 – 2002 die aus Spendengeldern finanzierte Neue Synagoge, die nicht nach den Bauplänen Sempers in alter Gestalt und 1938 in der Pogromnacht zerstört wiederaufgebaut, sondern als moderner Bau errichtet und mit Architekturpreisen geehrt wurde.

Albertinum

König Albert von Sachsen (1828 - 1902) ist Bauherr und Namensgeber dieses 1887 fertig gestellten Bauwerks. An gleicher Stelle befand sich zuvor das kurfürstliche Zeughaus im Stil der Renaissance, das dem Albertinum weichen musste. Die im Stil der italienischen Hoch-Renaissance gestaltete Sandsteinfassade beherbergt die Galerie Neue Meister. 2010 wurde das Haus und diese ständige Ausstellung neu eröffnet. Absolut sehenswert !

Kunstakademie

Der gewaltige Bau der Kunstakademie ist Lehrstätte für Bildhauerei, Baukunst und Malerei und entstand 1891 - 1895. Monumental und üppig erscheint die Kunstakademie mit dem angegliederten Ausstellungsgebäude, wohl auch um damit Dresden als eine der führenden Kunst- und Kulturstädte Europas hervorzuheben. Die unverhältnismäßig groß wirkenden Fenster dienen einer guten Durchlichtung der zahlreichen Ateliers der ansässigen Hochschule für Bildende Künste.

Sekundogenitur

Als Bibliothek und Ort der Kupferstichsammlung entstand dieser Kleinbau in einem heiteren Stil des Neobarock 1897. Das ursprünglich dort befindliche Gebäude war Bibliothek und diente über mehrere Jahrhunderte allen zweitgeborenen Prinzen des Wettiner-Geschlechts als Wohnhaus. Seit dem Wiederaufbau nach 1945 machen hier die Spaziergänger im Café Vis á Vis eine Kulturpause.

Ständehaus

Für den Bau des Ständehauses brach man im Jahr 1899 wertvolle barocke Bausubstanz ab: das Palais Fürstenberg und das Brühlsche Palais. Baumeister Paul Wallot (1841 - 1912, u. a. Architekt des 1892 erbauten Berliner Reichstags) setzte sein ganzes Können ein, um mit dem Ständehaus die Proportionen der Gebäude am Schlossplatz zu wahren. Am 14. Oktober 1907 wurde das Haus mit der ersten Sitzung des Sächsischen Landtages seiner Bestimmung übergeben. Heute residiert im Ständehaus das Sächsische Oberlandesgericht.

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