Dampfschifffahrt auf der Elbe in Dresden

Die Flotte der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft gilt als die größte und älteste der Welt. Einige der derzeit 9 historischen Raddampfer (Baujahre der Schiffe: 1879 bis 1929) sind noch mit den ursprünglichen Maschinen unterwegs. Gäste in den Ferienwohnungen Dresden und Besucher aus aller Welt kommen nach Dresden, um mit einem der historischen Raddampfer eine Schiffstour auf der Elbe nach Meissen oder in die Sächsische und Böhmische Schweiz zu unternehmen.

Stadtrundfahrten auf der Elbe mit dem historischen Raddampfer

Neben dem täglichen Angebot an Ausflügen, Stadtrundfahrten und Schlösserfahrten mit den Dampfschiffen auf der Elbe gibt es auch mehrmals im Jahr Flottenparaden, Dixilandfahrten, Riverboat-Shuffle, Kaffe, Luch und Partys an Bord der Dampfschiffe in Dresden. Die Angebote der Sächsischen Dampfschifffahrt sind sehr vielfältig und für jede Altersgruppe und Interessenlage ist etwas dabei:

Stadtfahrt zu Wasser, Canalettofahrt mit dem Dampfer, Schlösserfahrt, Theaterkahn an Bord, Abendbrotschiff, Dixielandfahrt, Flottenparade, Hafenfahrt, Kaffee- und Lunchfahrten zu Ostern, Pfingsten & am Muttertag, Schlösserfahrt mit Radeberger Bierseminar, Werftfahrt, Mondscheinfahrt, Fahrt ins Böhmische mit dem Dampfboot, Pianofahrt, Riverboat-Shuffle zum Dixiland, Ü40 Party, Winzer an Bord, Dampferparade, Feuerwerksfahrt, Oktoberfest an Bord, Glitzerschiff im Advent, Weihnachtslunch, Adventslunch und Christstollenfahrt.

Im Jahr 2012 – zur 175. Saison – fuhren rund 650.000 Fahrgäste mit einem Dampfschiff auf der Elbe in Dresden. Dies bescherte in diesem Jubiläumsjahr dem Betreiber einen Umsatz von 8,6 Millionen EURO. In den Jahren danach wurde es auf Grund von langzeitigen Niedrig-Wasserständen der Elbe für die Sächsische Dampfschiffahrt schwer, an diese Zahlen anzuknüpfen.

Geschichte der sächsischen Raddampferflotte

Vom Personenverkehrsmittel zum Ausflugsdampfer

Im Zuge der Industriealisierung im 19.Jahrhundert und dem Einzug der Dampfmaschine im Schiffsbau bemühten sich ab 1815 Kaufleute die bis dato auf der Elbe vorherrschenden Segel- und Treidelschiffe durch Dampfschiffe abzulösen.

In den Anfangsjahren ab 1837 erfolgte zunehmend eine Trennung des Fracht- und Personenverkehrs und die Raddampfschiffe entwickelten sich dabei immer mehr zu Personenverkehrsmitteln und übernahmen dabei im Raum Dresden einen großen Teil des Nahverkehrs. Dazu bediente man auch täglich „Fern“-Strecken zwischen den Orten Prag – Melnik – Dresden- Risa.

1857 gehörten 10 Personendampfer zur Flotte und 1890 waren es schon 24 und eine Dampffähre. Zur Jahrhundertwende bildete sich durch die Zunahme des Ausflugsverkehrs in die Sächsisch - Böhmische Schweiz der Haupteinsatzzweck der Schiffe als Ausflugsdampfer heraus. Im Jahr 1911 besaß die Sächsisch-Böhmische Dampfschifffahrtsgesellschaft stolze 33 Dampfschiffe und beschäftigte für deren Betrieb über 500 Mitarbeiter.

Die Weisse Flotte wird zur Sächsischen Dampfschiffahrt

Zur „Weißen Flotte“ wurde das Unternehmen 1928. Dieser Name bezog sich auf den weißen Anstrich der Schiffe. 1936 zum 100-jährigen Jubiläum war die befahrene Strecke inzwischen auf rund 320 km angewachsen, erstreckte sich von Litomerice bis Dessau. In den Kriegswirren ab 1943 erhielten die Schaufelraddampfer auf der Elbe einen Tarnanstrich. Einige wurden so zur Evakuierung von Hamburg eingesetzt und andere zu Versorgungs- und Lazarettschiffen umgerüstet. In Folge des 2. Weltkrieges gingen 6 Schiffe verloren. 

1948 erfolgte die Verstaatlichung als VEB Elbeschifffahrt Sachsen und 1956 beförderte dann die VEB Fahrgastschifffahrt „Weiße Flotte“ jährlich etwa 1,5 Millionen Ausflügler. 8 Seitenraddampfer wurden in den Jahren 1993/94 grundlegend saniert und originalgetreu restauriert und gingen unter der Flagge der neu entstandenen Sächsischen Dampfschiffahrts GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG mit mehrheitlicher Beteiligung des Freistaates Sachsen wieder auf Große Fahrt im Sächsischen Elbtal.